AAK: Atemalkoholkonzentration. Durch die Lunge geht der Alkohol aus dem Blut in die eingeatmete Frischluft über und wird durch die Atemluft ausgeschieden. Die ausgeatmete Atemluft wird mittels eines Alkomat gemessen.

Absolute Fahruntüchtigkeit: ab Blutalkoholkonzentration (BAK) von 1,1 Promille. Hier wird die Fahruntüchtigkeit auch ohne konkrete Ausfallerscheinung vermutet. Daneben liegt eine absolute Fahruntüchtigkeit auch vor, wenn die Blutalkoholkonzentration unter 1,1 Promille liegt, aber eine Einnahme berauschender Mittel hinzukommt.

Abstinenz: Ausdruck dafür, eine bestimmte Substanz nicht mehr zu konsumieren. In der MPU sind vor allem die Alkoholabstinenz (der völlige Verzicht auf Alkohol) und die Drogenabstinenz (völliger Verzicht auf den Konsum von Drogen und anderen Rauschmitteln) von Bedeutung. Es ist im Rahmen der MPU erforderlich, die Abstinenz nicht nur zu behaupten, sondern auch nachzuweisen (vgl.: Abstinenznachweis).

Abstinenznachweis (Alkohol): Eine Abstinenz (z.B. von Alkohol) muss im Rahmen einer MPU belegt werden. Im Falle von Alkoholabstinenz kann dies durch die Ermittlung im Rahmen des ETG-Wertes im Rahmen eines Screening-Programms erfolgen. Eine alkoholabstinente Lebensweise ist z.B. im Falle einer Alkoholabhängigkeit (auch: Alkoholkrankheit) erforderlich, um die Eignungsbedenken der Straßenverkehrsbehörde auszuräumen.

Abstinenznachweis (Drogen): Wird eine MPU aufgrund von Drogenkonsum angeordnet, ist ebenfalls der Nachweis einer Drogenabstinenten Lebensweise erforderlich. Der Nachweis wird i.d.R. ebenfalls über ein Screening-Programm geführt. (s. Drogenfreiheitsnachweis)

Alkohol: Reiner Alkohol (Athylakohol oder Äthanol) ist eine farblose, brennbare Flüssigkeit.

Alkoholgehalt: Der Alkoholgehalt eines Getränks ist der Prozentanteil des Getränkevolumens.

Bier: 4,5 – 5,5% – Vol

Wein: 9,0 – 13 % – Vol

Sekt: 9,0 – 13 % – Vol

Whisky: 40 % – Vol

Wodka: 40 % – Vol

Alkoholabbau: Der menschliche Körper baut Alkohol bereits ab dem Zeitpunkt der Alkoholaufnahme ab. Die Abbauwerte sind unterschiedlich zwischen Mann und Frau. Mann geht in der Regel von einem Abbau von 0,15 Promille pro Stunde aus.

Alkoholgefährdung / Alkoholmißbrauch / Alkoholabhängigkeit: Die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Stufen der vorliegenden Alkoholproblematik ist wesentlich, um die notwendige Änderung nicht nur festzulegen, sondern auch um ein fundiertes Wissen im Bereich Alkohol nachzuweisen. Die Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) können hierbei behilflich sein.

Alkoholmissbrauch: Bei Alkoholmissbrauch sind die Voraussetzungen, die an den Führer eines Kraftfahrzeugs im Straßenverkehr gestellt werden, nicht erfüllt. Missbrauch liegt vor, wenn ein Bewerber oder Inhaber einer Fahrerlaubnis das Führen eines Kraftfahrzeuges und einen die Fahrsicherheit beeinträchtigenden Alkoholkonsum nicht hinreichend sicher trennen kann, ohne bereits alkoholabhängig zu sein. In einem solchen Falle ist der Betroffene nicht in der Lage, den gestellten Anforderungen zum Führen von Kraftfahrzeugen zu entsprechen.

Von Missbrauch ist insbesondere in folgenden Fällen auszugehen:

  1. in jedem Fall (ohne Berücksichtigung der Höhe der Blutalkoholkonzentration), wenn wiederholt ein Fahrzeug unter unzulässig hoher Alkoholwirkung geführt wurde,
  2. nach einmaliger Fahrt unter hoher Alkoholkonzentration (ohne weitere Anzeichen einer Alkoholwirkung),
  3. wenn aktenkundig belegt ist, dass es bei dem Betroffenen in der Vergangenheit im Zusammenhang mit der Verkehrsteilnahme zu einem Verlust der Kontrolle des Alkoholkonsums gekommen ist.

Akteneinsicht: Viele betroffene MPU Klienten verzichten auf ihr Recht, in der Führerscheinstelle Einsicht in ihre Unterlagen zu nehmen, bevor diese an MPU Stellen versandt werden.

Alkoholverzicht: Auch ein Alkoholverzicht (weder medizinisch noch psychologisch unbedingt erforderliche Alkoholabstinenz) muss nach den Beurteilungskriterien durch die Ermittlung des ETG-Wertes im Rahmen eines Screening-Programms nachgewiesen werden.

Alkomat: Als Alkomat bezeichnet man Gerät mit dem man die Atemalkoholkonzentration messen kann.

Anlassspezifische Untersuchung: Die Durchführung einer MPU und die dabei vorgenommen Untersuchungsschritte unterscheiden sich bei verschiedenen Untersuchungsanlässen. Es werden nur die zur Beantwortung der behördlichen Fragestellung notwendigen Untersuchungen durchgeführt, z.B. ein Drogenscreening nur dann, wenn es in der Vergangenheit Auffälligkeiten in diesem Bereich gegeben hat.

Anfechtung der MPU: Ist unmittelbar nicht möglich. Zum einen wird es im Rahmen eines Werkvertrages erstellt und muss den Ansprüchen eines ordentlichen Werkes genügen. Insbesondere muss es schlüssig sein. Das Ergebnis muss sich zwangslos aus den durchgeführten Untersuchungen und Befragungen im Kontext der Vorgeschichte ergeben. Es könnte einerseits zivilrechtlich versucht werden, sich gegen das Gutachten zu wenden, was allerdings zeitlich keinerlei Vorteile bringt, da die Fahrerlaubnis nicht erteilt werden kann. Entscheidet man sich, das vermeintlich fehlerhafte negative Gutachten der Fahrerlaubnisbehörde vorzulegen und stützt diese dann ihre negative Entscheidung bezüglich der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis darauf – und davon kann ausgegangen werden -, dann ist dagegen der Widerspruch und die Klage vor dem Verwaltungsgericht zulässig.

Anlassspezifische Untersuchung: Die Durchführung einer MPU und die dabei vorgenommen Untersuchungsschritte unterscheiden sich bei verschiedenen Untersuchungsanlässen. Es werden nur die zur Beantwortung der behördlichen Fragestellung notwendigen Untersuchungen durchgeführt, z.B. ein Drogenscreening nur dann, wenn es in der Vergangenheit Auffälligkeiten in diesem Bereich gegeben hat.

Amphetamine: (alpha-Methylphenethylamin, auch Phenylisopropylamin oder Speed) ist eine synthetische stimulierende Droge. Das Amphetamin ist die Stammverbindung der gleichnamigen Strukturklasse, der eine Vielzahl psychotroper Substanzen angehört, unter anderem MDMA oder das in der Natur vorkommende Ephedrin. Es ist ein indirektes Sympathomimetikum und hat somit eine anregende Wirkung auf das Zentralnervensystem. Aufgrund seiner stimulierenden und euphorisierenden Wirkung wird Amphetamin als Rauschmittel eingesetzt. Der Handel und Besitz von Amphetamin ohne Erlaubnis ist in den meisten europäischen Ländern, u.a. in Deutschland strafbar. Illegal wird es meist unter den Namen Speed, Pep und angeboten.

Auskunft aus dem Verkehrszentralregister: Jedem Bürger wird auf Antrag schriftlich über den ihn betreffenden Inhalt des Verkehrszentralregisters und über die Punkte unentgeltlich Auskunft erteilt. Der Antragsteller hat dem Antrag einen Identitätsnachweis beizufügen. Das Formular finden Sie hier: http://www.kba.de/cln_007/nn_125432/DE/ZentraleRegister/VZR/Auskunft/vzr__auskunft__node.html

BAK: Abkürzung für den Begriff Blutalkoholkonzentration. (Promille Alkohol im Blut) Angabe, wie viel Alkohol bei einer Person im Blut vorhanden ist.

Barbiturate: Sammelbezeichnung für früher häufig verwendete Sedativa, Schlafmittel und Antiepileptika auf Barbitursäurebasis. Barbiturate werden heute mit Ausnahme von Phenobarbital (Luminal) nicht mehr therapeutisch verwendet.

Beratung zur MPU: Vermittlung von Wissen in einem Interaktiven (= auf Frage und Antwort) Gespräch. Eine Beratung zu Fragen der MPU ist in Begutachtungsstellen für Fahreignung seit dem 01.07.2009 nicht mehr zulässig. Hierzu sollten fachlich versierte Berater von freien Instituten aufgesucht werden.

Blutalkoholkonzentration: Angabe, wie viel Alkohol bei einer Person im Blut vorhanden ist. Die Angabe erfolgt i.d.R. in Promille, d.h. es wird angegeben, wie viel Anteile Alkohol in einer Probe von 1000 Teilen enthalten sind. 2 Promille bedeuten z.B., dass in einer Blutprobe zwei tausendstel aus Alkohol bestehen.

BDP: Berufsverband deutscher Psychologen

Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung: Die Begutachtungs-Leitlinien sind eine Zusammenstellung eignungsausschließender oder eignungseinschränkender körperlicher und/oder geistiger Mängel und sollen die Begutachtung der Kraftfahreignung im Einzelfall erleichtern. Sie dienen als Nachschlagewerk für Gutachter, die Fahrerlaubnisbewerber oder -inhaber in Bezug auf ihre Kraftfahreignung beurteilen. Die Begutachtungs-Leitlinien werden zur Zeit unter Federführung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) kapitelweise überarbeitet. Für jedes Kapitel werden unter Beteiligung der jeweiligen Fachgesellschaften eigene Arbeitsgruppen mit Experten etabliert.

Begutachtungsstellen für Fahreignung: Es gibt 18 aktive Träger der bundesdeutschen Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF). Dazu gehören: TÜV, DEKRA, PIMA, AVUS, Dr. Mahnke & Partner, Akademie Sicherheit und Verkehr GmbH und andere.

Benzodiazepine: finden in der Medizin Verwendung als Tranquilizer. Der bekannteste Vertreter ist Valium. Sie wirken im Allgemeinen angstlösend, muskelentspannend, beruhigend und stimmungsaufhellend.

Berauschende Mittel der Anlage zu § 24a StVG: Ordnungswidrig handelt, wer unter der Wirkung eines nachfolgend genannten berauschenden Mittels im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt. Eine solche Wirkung liegt vor, wenn eine in dieser Anlage genannte Substanz im Blut nachgewiesen wird.

Beurteilungskriterien 2009: Die Beurteilungskriterien wurden von der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie e.V. (DGVP) und von der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin e.V.. (DGVM) entwickelt. Die erweiterte und überarbeitete 2. Auflage der „Beurteilungskriterien” war erforderlich geworden, nachdem es eine Vielzahl von Rückmeldungen zur Anwendungspraxis der Kriterien gegeben hatte, deren Einarbeitung die Anwendbarkeit eindeutiger gemacht und die Auslegungsvielfalt reduziert haben. Aber auch Fortschritte in der Wissenschaft, vor allem der toxikologischen Diagnostik, sowie in Therapieverfahren mussten berücksichtigt werden. Nicht zuletzt erfolgte eine Weiterentwicklung der entlastungs- und ressourcenorientierten Diagnostik im Rahmen der Begutachtung der körperlichen und geistigen Eignung von Fahrzeug- und Kraftfahrzeugführern.

BfF: Begutachtungsstelle für Fahreignung

BNV: Berufsverband niedergelassener Verkehrspsychologen

BtmG: Betäubungsmittelgesetz

Bußgeld: Ein Bußgeld wird bei Ordnungswidrigleiten verhängt.