Forensische Bedingungen: In der MPU vor allem in Bezug auf durchgeführte Screenings von Bedeutung, wenn diese im Rahmen der MPU anerkannt werden sollen. Forensisch ist in diesem Falle als “vor Gericht verwertbar” zu verstehen. Forensisch gesicherte Screeningprogramme müssen u.a. folgende Anforderungen erfüllen:

  1. Einbestellung zur Probenentnahme in den 24 Stunden vor der Entnahme
  2. Einbestellung für den Kunden unvorhersehbar
  3. Ausschluss von Manipulation während der Probenabgabe
  4. Die Analyse der entnommenen Probe findet in einem Labor statt, nach DIN ISO EN 17025 für forensische Zwecke akkreditiert ist und die Untersuchung nach den Standards der GTFCh durchführt.
  5. Die Untersuchung wird für alle relevanten Stoffgruppen (bei Drogen einschließlich Szeneüblicher Ausweichmittel) durchgeführt.

Achtung: Wenn auch nur eine dieser Anforderungen nicht erfüllt, kann ihr Befund bei einer MPU i.d.R nicht mehr anerkannt werden.

Explorationsgespräch: Übliche Bezeichnung für das Gespräch mit dem Psychologischen Gutachter, welches der Klient im Verlauf einer MPU mit dem psychologischen Gutachter führt. Die Dauer eines Explorationsgesprächs liegt in der überwiegenden Anzahl der Fälle zwischen 30 und 60 Minuten. Die Dauer an sich ist kein Indikator für einen positiven oder negativen Ausgang des Gutachtens

Fragestellung (…. einer MPU): Anlass, aufgrund dessen die MPU durchgeführt wird, z.B. Fahrt unter Drogeneinfluss, unter Alkoholeinfluss, Verkehrsstraftaten ….. etc. Der Ablauf einer MPU und die Untersuchungsschritte sind von der Fragestellung abhängig (vgl auch anlassspezifische Untersuchung).