Idiotentest: Umgangssprachliche (abwertende) Bezeichnung für die Medizinisch Psychologische Untersuchung.

Information: Vermittlung von Wissen, welches für den betreffenden Bereich (hier MPU) von Belang ist. Im Gegensatz zur MPU Beratung ist Information den MPU Stellen für Fahreignung erlaubt. Der Begriff Information umfasst dabei das Wissen, welches für alle Kunden mit einer bestimmten Fragestellung von Bedeutung ist. Also z.B. wie eine Alkoholabstinenz nachgewiesen werden kann. Nicht zulässig ist dagegen eine Prüfung, ob die vorgelegten Abstinenznachweise den Anforderungen im Rahmen einer MPU (vgl. auch forensische Anforderungen) genügen

Kontrollprogramme: Ein Kontrollprogramm soll einen festegelgten Zeitraum der Abstinenz kontrollieren. Die Einbestellungen erfolgen telefonisch, oder schriftlich. Wenn nach Einbestellung der Klient nicht erscheint, wird das Kontrollprogramm abgebrochen.

MPU: Abkürzung für Medizinisch Psychologische Untersuchung. Die MPU

Kokain: Kokain ist ein weißes, kristallartiges Pulver, das mit Hilfe verschiedener chemischer Prozesse aus den Blättern des Kokastrauches gewonnen wird. Es wirkt sowohl berauschend wie auch örtlich betäubend. Kokain kann durch Schnupfen oder Spritzen, aber auch durch Rauchen aufgenommen werden. Beim Kauen von Kokablättern entfaltet es ebenfalls seine Wirkung, wenn auch in geringerem Maße.
Koordinationsübungen
Finger-Nase-Versuch, Finger-Finger-Versuch, Einbeinstand, Seiltänzergang, Romberg-Versuch (Der Test ist positiv, wenn der Patient mit geschlossenen Augen eine Fallneigung zeigt.)

Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg (KBA): Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat in den vergangenen fünf Jahrzehnten im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik und dem zentralen Register viel dazu beigetragen, dass unsere Kraftfahrzeuge umweltfreundlicher und unsere Straßen sicherer geworden sind.
Aufgaben des KBA sind:

  • Genehmigung neuer Fahrzeugtypen und Fahrzeugteile
  • Überprüfung der Arbeit von Prüfstellen und die Qualitätssicherung bei Herstellern
  • Führung des zentralen Fahrzeugregisters, des Verkehrszentralregisters und des zentralen Fahrerlaubnisregisters
  • Auskunftserteilung aus den Registern
  • Erstellung und Veröffentlichung von Statistiken auf der Grundlage der Register, Statistiken über Fahrzeugmängel und Gütertransporte

Neben der Kraftfahrzeugtechnik wird im KBA das zentrale Melderegister bzw. Verkehrszentralregister (VZR) geführt, worin alle Daten der Verkehrssünder zentral gespeichert werden.
Löschungen der Verkehrsdelikte unterliegen den Ausführungen der FeV und werden dort ebenfalls zentral vorgenommen.
Im Jahr 2009 waren im KBA insgesamt 9.000.000 Verkehrsverstöße gespeichert, wobei ca. 80 % von Männern und ca. 20% von Frauen begangen wurden.
Als das Kraftfahrt-Bundesamt am 4. August 1951 eingerichtet wurde, war nicht abzusehen, dass sich die Zahl der motorisierten Fahrzeuge auf den Straßen von seinerzeit 2,5 Millionen auf jetzt über 55 Millionen Fahrzeuge und Anhänger erhöhen könnte.
Am 12. September 1951 bestimmte der Bundesminister für Verkehr die Stadt Flensburg als Dienstsitz des Kraftfahrt-Bundesamtes.
Das KBA besteht derzeit aus ca. 1200 Mitarbeitern, wobei ca. 260 im Bereich Punkteverwaltung beschäftig sind. Derzeit kommen jeden Tag ca. 14.000 neue Verkehrsverstöße hinzu. Verkehrsverstöße werden nach geltendem Recht derzeit nach 2, 5 und 10 Jahren gelöscht. Verlängerte Tilgungsfristen können entstehen, wenn innerhalb der Bestandsdauer eines Verstoßes weitere Verstöße hinzukommen.
Seit 1951 hat das KBA für die Sicherheit im Straßenverkehr gute Dienste geleistet. Im Jahr 1990 hatte Deutschland im Zuge der Wiedervereinigung die höchste Zahl an Verkehrstoten mit 24.000. Im Jahre 2007 waren in Gesamtdeutschland „nur“ noch rund 5.000 Verkehrstote zu beklagen.

Kreatinin: Kreatinin ist ein wichtiger Parameter in der Labormedizin. Die Ausscheidung erfolgt mit dem Harn.

Vor der MPU ein Programm zum Nachweis der Alkoholabstinenz, des Alkoholverzichts und/oder der Drogenfreiheit. Screening-Programme werden vertraglich vereinbart. Die Verträge enthalten Angaben über den Zeitraum, in dem die Screenings durchgeführt werden sollen (z.B. sechs oder zwölf Monate), über die Anzahl der durchzuführenden Screenings sowie die Modalitäten der Einbestellung zur Probenabgabe (Aufforderung i.d.R. in den 24 Stunden vor dem vorgesehenen Abgabetermin). Durchgeführte Screening-Programme müssen in der MPU forensischen Anforderungen genügen, wenn sie bei der Untersuchung anerkannt werden sollen.

Labor: Ab dem 01.07.2009 sind im Rahmen von Abstinenz- bzw. Alkoholverzichtskontrollen nur noch Labore zu beauftragen, die ganz bestimmte Standards einhalten. Ab dem 01.01.2010 ist dies durch eine Akkreditierung der Labore für forensische Zwecke nach DIN ISO EN 17025 nachzuweisen. Die Liste der akkreditierten Labore kann u. a. auf der Internetseite des Deutschen Akkreditierungsrats (www.dar.bam.de/ast/) eingesehen werden.

Leberwerte: Leberwerte sind Indikatoren für das persönliche Trinkverhalten. Die menschliche Leber baut den aufgenommenen Alkohol wieder ab. Wird sie über einen langen Zeitraum mit Alkohol überschwemmt, entwickelt sich eine Alkoholkrankheit. Anhand der Leberwerte kann man also feststellen, wie lange jemand etwa wie viel Alkohol getrunken hat. Der bekannteste Leberwert ist der Gamma GT (GGT). Ist nur der Gamma GT erhöht, so vermutet man Alkoholmissbrauch, sind auch die beiden anderen Leberwerte GOT und GPT erhöht, so vermutet man eher eine Erkrankung (z.B. Hepatitis) oder dergleichen. Die Leberwerte können aber auch wegen eines nicht mehr rückgängig zu machenden Leberschadens, wegen Diabetes oder wegen toxischer Belastung, also bei Giften am Arbeitsplatz, erhöht sein.

Nimmt nun ein Arzt ein „großes“ Blutbild, beinhaltet dies die Werte GGT, GOT und GPT, weiterhin ist noch der CDT-Wert zu ermitteln.

Neben den Leberwerten wird auch noch das MCV, also der mittlere Durchmesser der roten Blutkörperchen erhoben. Das MCV gilt als Langzeitwert für Alkoholmissbrauch. Allerdings gestatten die Leberwerte keine zuverlässige Aussage über das Trinkverhalten.

GGT (Gamma-Glutamyl-Transferase):

GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase):

Bei erhöhtem Vorkommen und Aktivität des Enzyms AST (Aspartat-Aminotransferase / ASAT) spricht man von einer möglichen Schädigung der Leberzellen, befindet sich in Muskeln und Leber, Ursachen können jedoch nicht nur alkoholabhängig sein, weisen aber auf eine Leberschädigung hin

GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase):

Bei erhöhtem Vorkommen und Aktivität des Enzyms ALT (Alanin-Aminotransferase / ALAT) spricht man von einer möglichen Schädigung der Leberzellen, befindet sich in fast ausschließlich in Leber, Ursachen sind nicht nur Alkoholabhängigkeit und weisen auf eine Leberschädigung hin

MCV ( ): (umgangssprachlich: „kleines Blutbild“)

Wert zur Ermittlung des Durchmessers der roten Blutkörperchen, der durch Alkohol wegen Vitaminmangel erhöht ist; Langzeitwert, als Beweis für Alkoholabhängigkeit

CDT (Carbohydrate deficient Transferrin):

Unfähigkeit der Leber, an Proteine Moleküle von Zucker zu koppeln; Langzeitwert, als Beweis für Alkoholabhängigkeit.

Marihuana: Bei Marihuana handelt es sich um getrocknete und zerkleinerte Pflanzenteile der weiblichen Cannabispflanze, vor allem der Stängel, Spitzen, Blätter und Blüten. Es ist meist von grünlicher, teeähnlicher Beschaffenheit. Marihuana wird meist geraucht, die Wirkung setzt unmittelbar ein.

MCV-Wert: Der Normalwert liegt bei Männern und Frauen zwischen 83 und 93. Es ist ein langzeitiger Leberwert.

Medizinisch-Psychologisches Gutachten: Das medizinisch-psychologische Gutachten ist das Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung.

Es kann zur Klärung von Eignungszweifeln angeordnet werden, u.a. bei Straftaten, die im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr oder im Zusammenhang mit der Kraftfahreignung stehen oder bei denen Anhaltspunkte für ein hohes Aggressionspotential bestehen.

Außerdem kommen medizinisch-psychologische Begutachtungen u.a. nach § 13 (Klärung von Eignungszweifeln bei Alkoholproblematik) und § 14 (Klärung von Eignungszweifeln im Hinblick auf Betäubungsmittel und Arzneimittel) in Betracht.

Screening-Programm: Vor der MPU ein Programm zum Nachweis der Alkoholabstinenz, des Alkoholverzichts und/oder der Drogenfreiheit. Screening-Programme werden vertraglich vereinbart. Die Verträge enthalten Angaben über den Zeitraum, in dem die Screenings durchgeführt werden sollen (z.B. sechs oder zwölf Monate), über die Anzahl der durchzuführenden Screenings sowie die Modalitäten der Einbestellung zur Probenabgabe (Aufforderung i.d.R. in den 24 Stunden vor dem vorgesehenen Abgabetermin). Durchgeführte Screening-Programme müssen in der MPU forensischen Anforderungen genügen, wenn sie bei der Untersuchung anerkannt werden sollen.

Strafbefehl: Das Strafbefehlsverfahren ist im deutschen Recht ein vereinfachtes Verfahren zur Bewältigung der leichten Kriminalität durch einen schriftlichen Strafbefehl. Die Besonderheit des Strafbefehlsverfahrens liegt darin, dass es zu einer rechtskräftigen Verurteilung ohne mündliche Hauptverhandlung führen kann. Dies entlastet Gericht und Staatsanwaltschaft und kann dem (insbesondere geständigen) Angeschuldigten die Bloßstellung durch eine öffentliche Hauptverhandlung ersparen. Gegen den Strafbefehl kann Einspruch eingelegt werden.